Heimspiel - Das Sportmagazin
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TSG Ludwigshafen Friesenheim "Die Eulen"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 

 

Mehrfach hatte sich der TBV Lemgo im Spielverlauf etwas absetzen können, abschütteln ließ sich das Schlusslicht aus Ludwigshafen aber lange Zeit nicht. Nach einem zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Rückstand hatten sich die Gäste zehn Minuten vor dem Ende wieder auf zwei Tore herangekämpft, Lemgo aber bekam in den letzten Minuten das Heft wieder in die Hand. Auch dank zwei parierter Siebenmeter von Piotr Wyszomirski, der damit eine perfekte Unterstützung für den zuvor starken Peter Johannesson war, stellte der TBV die Weichen zum 29:25-Erfolg, der den neunten Tabellenplatz weiter festigt. Ludwigshafen bleibt noch die Hoffnung, die Rote Laterne über die EM-Pause an Hüttenberg abzugeben - sofern der Konkurrent morgen in Göppingen deutlich verlieren und in der Tordifferenz hinter die Eulen rutschen sollte.

 

Der TBV Lemgo ging als klarer Favorit in die Partie, nach zwei Siegen gab es für das Team von Florian Kehrmann vor Weihnachten zwar ein 25:27 in Hannover - die Lemgoer zeigten dabei aber eine starke Leistung und hatten den Tabellendritten am Rand einer Niederlage. Eine gute Leistung hatte zuletzt auch die TSG Ludwigshafen-Friesenheim gezeigt, nach dem 23:26 gegen Magdeburg rutschte der Aufsteiger allerdings auf den letzten Tabellenplatz. Trotz drei Unentschieden, die Serie ohne Sieg war auf elf Spiele angewachsen und sollte nun in Lemgo noch vor der EM-Pause beendet werden. 

Die Akzente setzten auf beiden Seiten in den ersten Minuten zunächst die Torhüter: Peter Johannesson und Roko Peribonio vereitelten die ersten Versuchen, bevor dann nach gut drei Minuten Jonathan Scholz für die Gäste den ersten Treffer der Partie erzielte. Ein Abpraller aus dem Lemgoer Mittelblock war für den Ludwigshafener zu einer glücklichen Vorlage geworden. Die Lemgoer antworteten allerdings umgehend, mit einem Doppelschlag holte Fabian van Olphen die Führung auf die Seite der Hausherren. Absetzen konnten sich diese in den nächsten Minuten allerdings nicht - auch weil erste Überzahlsituationen nicht genutzt wurden. 

Erst nach einer Viertelstunde konnte Tim Hornke, der im ersten Abschnitt neben diesem Feldtreffer auch noch drei Siebenmeter verwandeln sollte, beim 7:5 für die erste Zwei-Tore-Führung sorgen. Nach einer weiteren Glanztat von Johannesson konnte Patrick Zieker trotz schwierigem Winkel auf 8:5 erhöhen - die Lemgoer schienen die Partie in den Griff zu bekommen. In der umkämpften Begegnung nutzte Ludwigshafen die Überzahlsituationen allerdings konsequenter, ein Doppelschlag von David Schmidt und Jonathan Scholz brachte den erneuten Anschluss. 

Bei numerischer Gleichzahl gab allerdings der TBV Lemgo den Ton an: Tim Suton, Tim Hornke und Patrick Zieker, der nach einem vergebenen Gegenstoß die nächste Chance nutzte, sorgten mit einer Dreier-Serie für das 11:7 - Benjamin Matschke griff zur Grünen Karte und nahm die Auszeit. Auf den nächsten Treffer von Kai Dippe antwortete Tim Suton mit dem 12:8 eine Überzahl aber ließ Ludwigshafen dann wieder verkürzen. Nach einem Treffer von Gunnar Dietrick traf Kai Dippe erst vom Kreis und dann im Nachwurf - beim 12:11 hatten die Gäste den Anschluss erneut hergestellt. 

Nun griff Florian Kehrmann zur Auszeit, in den verbleibenden drei Minuten sollte es aber nur noch einen Treffer geben - Isaias Guardiola hatte Christoph Theuerkauf vor dessen 13:11 sehenswert in Szene gesetzt. Ansonsten standen, wie schon zu Beginn der Halbzeit wieder die Torhüter im Blickpunkt und sorgten dafür, dass die Seiten eben mit diesem 13:11 gewechselt wurden, nach dem auch ein letzter direkter Freiwurf von Azat Valiulin in der Mauer der Eulen hängen geblieben war. 

Nach Wiederbeginn hielt Ludwigshafen zunächst den Anschluss, vergab nach einem von Pascal Durak verwandelten Siebenmeter zum 14:13 allerdings nach einem Lemgoer Ballverlust erneut die Chance auf den psychologisch wichtigen Ausgleichstreffer. Stattdessen machte sich Isaias Guardiola in den Gegenstoß auf und erhöhte den Abstand wieder auf zwei Treffer. Guardiola zeichnete auch für die nächste Drei-Tore-Führung verantwortlich und da Lemgo die Überzahl im Gegensatz zu denen im ersten Abschnitt nun konsequent nutzte, lagen beim 18:14 sogar vier Tore zwischen den Konkurrenten. Fabian van Olphen hatte nach einer Parade von Johannesson den Ball aus der eigenen Hälfte in das verwaiste Tor des Gegners gesetzt. 

Ludwigshafen kämpfte sich aber wieder heran, auch weil Roko Peribonio einen Siebenmeter der Lemgoer entschärfte. David Schmidt hatte beim 18:16 de Abstand halbiert - beim nächsten Angriff musste der Rückraumspieler der Eulen dann aber für zwei Minuten vom Parkett - die Schiedsrichter hatten ihn bereits im ersten Abschnitt ermahnt und entschieden nun, dass er nach einem Körperkontakt zu spektakulär zu Boden gegangen sei. Lemgo nutzte die Überzahl erneut konsequent: Tim Suton hatte bereits zuvor wieder auf drei Tore erhöht, Isaias Guardiola und Tim Hornke - der seinen Gegenstoß noch rechtzeitig abschloss, bevor Roko Peribonio in seinem Tor zurück war - sorgten erstmals für eine Fünf-Tore-Differenz. 

Die weiterhin mit personellen Sorgen kämpfenden Gäste griffen zur Auszeit, doch mit seinem fünften Treffer erhöhte Isaias Guardiola den Abstand kurz darauf beim 22:16 erstmals auf sechs Tore - eine Viertelstunde vor dem Ende eine richtungsweisende Weichenstellung. Die Gäste suchten in der Offensive nun früher den Weg zum gegnerischen Tor und konnten einige Treffer erzielen, die Lemgoer hingegen haderten etwas mit der Chancenverwertung: Unter den Buhrufen des Publikums konnte David Schmidt den Abstand beim 22:18 auf vier Tore reduzieren und nach einem Doppelschlag von Kai Dippe und Frederic Stüber waren es beim 24:21 nur noch drei Tore Differenz - Florian Kehrmann griff zur Auszeit. 

Dies hinderte den Aufsteiger aber nicht daran, durch David Schmidt den Abstand beim 24:22 wieder auf zwei Tore zu verkürzen - die Gäste waren zehn Minuten vor dem Ende zurück im Spiel. Tim Hornke sorgte von der Siebenmeterlinie für einen wichtigen Treffer, doch nach einem Foul an Schmidt kassierte dann Fabian van Olphen eine Zeitstrafe. In Unterzahl spielte der TBV nun aber seine Routine aus, nach einem Gegentreffer durch Stüber nahmen die Gastgeber zunächst einige Sekunden von der Uhr und trafen dann mit einem Schlagwurf von Kogut. Der eingewechselte Piotr Wyszomirski sorgte mit zwei glänzend abgewehrten Siebenmeter für weitere Wirkungstreffer und das 27:23 von Tim Hornke ebnete dann endgültig den Weg zum 29:25-Erfolg. 

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© Rosemarie Brenner