Heimspiel - Das Sportmagazin
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TSG Ludwigshafen Friesenheim "Die Eulen"

 

Mit einer guten Deckungsleistung sorgte der THW Kiel schnell für die vorentscheidende Weichenstellung in der Partie in Ludwigshafen. Zur Pause führte der deutsche Rekordmeister bereits mit 15:7, im zweiten Abschnitt wuchs der Abstand bis in den zweistelligen Bereich. Nach dem 23:14 riss der Faden im Spiel des THW, der in den nächsten Wochen in der Liga sowie in der Champions League vor wichtigen Aufgaben steht. Die Eulen Ludwigshafen, bei denen Stefan Hanemann im Tor über sechzig Minuten eine gute Leistung zeigte, nutzten die Chance und verkürzten den Abstand noch bis auf vier Tore. Der 25:21-Erfolg des Favoriten geriet aber nicht mehr in Gefahr. Kiel hält den Anschluss an die Plätze, die ein Ticket für den EHF-Pokal bringen, die Eulen nehmen am Donnerstag in Lübbecke einen neuen Anlauf, um die Rote Laterne weiterzugeben.
Nach der Pause für die Länderspiele bedeutete der heutige Aufritt in Ludwigshafen den Auftakt der "Wochen der Wahrheit" für den THW Kiel. In der Meisterschaft im Kampf um einen Platz im internationalen Wettbewerb und in der Champions League im Viertelfinale um das Ticket zum Final Four nach Köln. Beim Schlusslicht war dabei ein Sieg eingeplant, entsprechend konzentriert begann der Favorit. Den ersten Treffer, Marko Vujin war von der Siebenmeterlinie erfolgreich, beantwortete Denni Djozic noch aus der gleichen Distanz - danach aber blieben die Hausherren fast zehn Minuten ohne Treffer. 

Die Kieler agierten mit einer offensiven 3:2:1-Deckung an deren Spitze Domagoj Duvnjak stand. Immer wieder gelangen dem Rekordmeister einfache Treffer aus dem Gegenstoß, wie das 5:1 durch Niclas Ekberg in der zehnten Spielminute. Nach einer Auszeit kamen Die Eulen etwas besser in die Partie: David Schmidt beendete die Durststrecke und Denni Djozic, der am Ende acht Treffer auf der Habenseite haben sollte, halbierte den Abstand mit seinem Treffer zum 5:3. Anteil daran hatte auch Stefan Hanemann. 

Der Torhüter der Hausherren stand besonders im Blickpunkt, denn aufgrund der Ausfälle von Kevin Klier und Roko Peribonio war der im Januar aus Konstanz nachverpflichtete Schlussmann über sechzig Minuten gefordert. Hanemann nutzte die Chance, hatte nach sechzig Minuten mehr Paraden zu Buche stehen, als seine namhaften Gegenüber Andreas Wolff und Niklas Landin. Dass Kiel wieder davonzig, konnte aber auch der Torwart nicht verhindern. In Überzahl stellten Steffen Weinhold und Patrick Wiencek den alten Abstand wieder her, Raul Santos und Wiencek erhöhten in der Folge dann sogar auf 9:3. 

Wieder war Ludwigshafen gut acht Minuten ohne Treffer, ein Siebenmeter von Denni Djozic sorgte in der zwanzigsten Minute dann für den vierten Treffer. Der Favorit hatte die Weichen aber bereits gestellt: Die Deckung sorgte weiterhin für Ballgewinne und die vermeintlich einfachen Treffer aus dem Gegenstoß, im Positionsangriff waren die Norddeutschen zwar nicht fehlerfrei, ließen aber immer wieder ihre Klasse aufblitzen. Christian Dissinger sorgte für das 12:5 und beim 15:6 durch Niclas Ekberg drohte den Gäste der erste Zehn-Tore-Rückstand. Die Kieler vergaben den nächsten Wurf aber, David Schmidt sorgte auf der Gegenseite für den 15:7-Pausenstand. 

Alfred Gislason hatte bereits nach gut zwanzig Minuten die Rotation gestartet und versuchte die Belastungen aufgrund der Aufgaben in den nächsten Wochen auf möglichst viele Schultern zu verteilen. An der Dominanz der Kieler änderte dies auch nach dem Seitenwechsel nichts, ebenso wenig wie die Umstellung auf eine 6:0-Formation in der Deckung. Die Eulen agierten unterdessen mit einer 5:1-Deckung und versuchten die Kreise des Kielers Rückraums zu stören. Die Deckung der Gastgeber stand nun besser, der Vorsprung der Kieler wuchs aber dennoch weiter an - Marko Vujin sorgte mit dem 20:10 zwölf Minuten nach Wiederbeginn für den ersten Zehn-Tore-Abstand. 

Die Kieler verwalteten in den nächsten zehn Minuten den Vorsprung, nach dem 23:14 riss dann aber der Faden. In den letzten acht Minuten verloren die Kieler die Konzentration und die Spannung - Die Eulen nutzten die sich bietende Chance zur Ergebniskorrektur. Unter dem Jubel der 2.350 Zuschauer gelangen gleich fünf Treffer in Serie gegen den Rekordmeister, beim 23:19 waren es nur noch vier Tore Abstand. In Gefahr war der Kieler Erfolg angesichts nur noch knapp drei Spielminuten aber nicht, zumal Marko Vujin und Domagoj Duvnjak noch für zwei Treffer auf dem Weg zum 25:21-Erfolg sorgten. 

 

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© Rosemarie Brenner