Heimspiel - Das Sportmagazin
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TSG Ludwigshafen Friesenheim "Die Eulen"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 

"Mimi Kraus wird es heute wieder versuchen", sagte Markus Baur vor dem Spiel und mit fünf Treffern wurde der Spielmacher ein wichtiger Faktor für den ersatzgeschwächten TVB Stuttgart der grippegeplagte "Eulen" der TSG Ludwigshafen-Friesenheim empfing, die nach dem Sieg über Lemgo mit großem Selbstbewusstsein an den Neckar gereist waren. Die Gäste zeigten in der ersten Halbzeit einige Probleme im Abschluss, sie nutzte aber auch immer wieder frech Fehler des TVB, dessen Drei-Tore-Vorsprung mit der Sirene auf 13:12 schmolz. Der rasante Rückzug blieb danach der Vorteil der Gäste, die zeitweilig führten. Beide Teams hatten indes große Probleme im Angriff. Beim 25:22-Endstand entschied Stuttgart mit der größeren Erfahrung das Spiel für sich und punktet gegen den Aufsteiger doppelt.

 

Gunnar Dietrich eröffnete das Spiel mit einem abgefälschten Ball, unhaltbar für Johannes Bitter. Beide Teams spielten zunächst geduldig und druckvoll auf. Friesenheim war dabei, mit dem agilen Dippe am Kreis, leicht tonangebend. Nach vier Minuten führte Stuttgart dann in einer ersten Überzahl nach dem Salger-Treffer zum 3:2 erstmals. Die Pfälzer schienen kurzzeitig den Faden zu verlieren, Dippe nutzte allerdings beim 3:3 (7.) einen technischen Fehler der Hausherren. Der wiedergenesene Michael Kraus ersetzte beim TVB auf Halblinks den verletzten Marian Orlowski. Die Schwaben zeigten sich allerdings vornehmlich über rechts mit Salger und Schagen torgefährlich.

Johannes Bitter entwickelte sich im weiteren Verlauf zu einem Faktor für Stuttgart. Für die "Eulen" mit Feld, Dietrich und Egelhof im Rückraum verliefen einige Angriffe torlos. Schagen nutzte die Vorlagen mit einem Doppelschlag zur 6:3-Vorlage (11.). TSG-Trainer Benjamin Matschke wechselte den Spielmacher, Remmlinger kam aufs Feld. Auch aufgrund einer verbesserten Deckung gegen Salger und des schnellen Umschaltspiels eilten die Gäste schnell auf 7:6 (14.) heran. Der TVB agierte nach Fehlern einigermaßen träge. So öffnete sich das Spiel für die TSG wieder. Der eingewechselte Weber verpasste indes den Ausgleich. Schweikardt stellte im Gegenzug von der Markierung auf 8:6.

Stuttgart und Ludwigshafen waren bisher in Sachen Deckung gleichwertig. Die Gäste hatten aber über den Gegenstoß und die rasant vorgetragene ersten Welle mehr Torwürfe. Der Abschluss machte den Unterschied aus - vielleicht eine Nachwirkung der Grippewelle. Abschütteln ließen sich die Pfälzer jedoch nicht, der Rückstand betrug meist zwei Tore. Schagen besorgte dabei nach 24 Minuten das 11:8 für den TVB. Markus Baur hatte Schimmelbauer gegen Dippe gestellt. Beim Stand von 13:10 (29.) erhielt er bereits die zweite Zeitstrafe. 18 Sekunden vor der Sirene vergab Schagen dann erstmals einen Siebenmeter. Stüber servierte mit viel Effet für Djozic, der auf 13:12 stellte.

Durch den genialen Schachzug von Stüber, der die TVB-Deckung schlecht aussehen ließ, war die TSG Friesenheim zu Beginn der zweiten Spielhälfte wieder auf Tuchfühlung. Stuttgart hatte Anwurf, Kraus war weiterhin am Ball und erkämpfte abermals einen Strafwurf. Diesmal vergab Schweikardt. Mit Salger in der Deckung schien es für die Schwaben nun besser zu laufen, doch sie agierten im Angriff weiterhin fehlerhaft, auch in Überzahl. TSG-Kreisläufer Dippe bedankte sich beim 13:13 (34.). Bitter verhinderte anschließend zweimal den Führungswechsel. Schagen hielt den TVB mit seinem siebten Treffer vorne. Der Niederländer und der Norddeutsche waren die Garanten für Stuttgart.

Spannung und Adrenalinpegel waren hoch in dieser zweiten Halbzeit. Jede Entscheidung der Unparteiischen wurde kommentiert. Klier warf nach 37 Minuten zum 14:15 ins TVB-Tor, die erste Vorlage der Gäste. Für Stuttgart standen während einer Zeitstrafe für Salger Häfner, Schagen und Kretschmer auf dem Feld. Ohne Weiß, M´Bengue und Lobedank musste sich der TVB inzwischen ordentlich strecken, zumal Klier inzwischen Kraus´ Würfe ausgeguckt hatte. Friesenheim hatte spätestens mit Dietrichs 16:18-Treffer (43.) Oberwasser. Markus Baur reagierte und schickte im Angriff mehrmals sieben Feldspieler in den Kampf. Der TVB schien sein Spiel zu stabilisieren.

Nach 50 Minuten leuchtete ein 18:18 von den Anzeigetafeln. Der zwischenzeitlich etwas abgetauchte Salger besorgte in Überzahl den Stuttgarter Führungstreffer. Ludwigshafen hatte oft Zeitstrafen zu verarbeiten, was den Spielrhythmus schwächte. Überdies musste Weber im rechten Rückraum ergänzen. Einen Steal von Späth nutzte dann Schimmelbauer, der die dritte Zeitstrafe gegen Dietrich erzwang. Kraus´ Siebenmeter bedeutet das 22:20 (54.). Hinten brillierte jetzt Bitter, der das Tor zubetonierte. Bei Salgers 25:21-Treffer (58.) stand Stuttgart vorzeitig als Sieger fest. Mit 25:22 behalten die Schwaben nach einem emotionalen Duell mit den Pfälzern die beiden Punkte.

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© Rosemarie Brenner