Heimspiel - Das Sportmagazin
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TSG 1899 Hoffenheim

 

 

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  • Sinsheim bleibt für Bayer Leverkusen ein gutes Pflaster. Denn im zehnten Bundesliga-Spiel bei der TSG Hoffenheim siegten die Rheinländer beim 4:1 am Samstagnachmittag bereits zum siebten Mal und schoben sich damit zumindest kurzfristig auf Tabellenplatz zwei. Bayer - angetrieben vom starken Bailey - präsentierte sich insgesamt deutlich effektiver als bemühte Hoffenheimer, die indes zweimal auch Aluminiumpech hatten.

     

    Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann stellte nach dem 1:1 gegen Bremen einmal um: Im Angriff begann Szalai an Stelle von Uth (Bank). Gnabry hatte seinen Wirkungskreis als hängende Spitze hinter dem Ungarn.

    Der Leverkusener Coach Heiko Herrlich entschied sich nach der 1:3-Niederlage gegen Bayern München zu drei Wechseln in seiner Startelf: Für Bellarabi, Kohr und Havertz (alle Bank) begannen Aranguiz, Baumgartlinger und Alario. Damit einher ging eine Systemumstellung auf eine Viererkette mit Lars Bender auf der rechten Abwehrseite. Brandt agierte in der Offensive rechts, Volland im Zentrum hinter Alario.

    Beide Mannschaften versuchten von Beginn an, das Mittelfeld mit Tempo zu überbrücken und schnelle Abschlüsse zu suchen. Zumindest am Strafraumrand verteidigten beide Abwehrreihen indes effektiv und ließen zunächst kaum etwas zu. Es dauerte bis in die 19. Minute, ehe Brandt mit der ersten guten Gelegenheit der Partie nach gekonnter Vorarbeit von Bailey aus acht Metern im letzten Moment noch abgeblockt wurde. Wenig später war es Kaderabek, der eine Direktabnahme von Bailey am Fünfmeterraum gerade noch blockte (24.).

    Kurz darauf kam auch Hoffenheim - allerdings mit etwas Glück - beinahe zum ersten Treffer: Ein Hereingabeversuch von Geiger von rechts im Strafraum wurde von Sven Bender unfreiwillig an die Unterkante der eigenen Querlatte abgefälscht, von wo der Ball ins Feld zurückprallte (26.). Nach rund einer halben Stunde kamen die Kraichgauer, die bis dahin etwas weniger Spielanteile als Bayer besaßen, besser auf und erspielten sich eine Reihe von Standardsituationen. Echte Torgefahr entstand nach diesen indes nicht.

    Stattdessen genügte Bayer auf der Gegenseite ein einziger durchdachter Angriff in der letzten Viertelstunde vor der Pause, um mit einer Führung in die Halbzeit zu gehen: Nach schnell vorgetragenem Angriff über rechts fand Brandt in der Mitte Bailey, der mit dem Rücken zum Tor einen sehenswerten Hackentreffer ins rechte Eck erzielte (43.).

    Die Nagelsmann-Elf kam mit viel Schwung aus der Kabine. Nicht einmal 30 Sekunden nach Wiederbeginn traf Rupp mit einem Distanzschuss den rechten Außenpfosten. Kurz darauf verfehlte Zuber vom Strafraumrand das rechte Toreck mit einem Flachschuss nur sehr knapp (50.). Effektiver präsentierte sich Bayer. Nach Flanke von Bailey legte Lars Bender rechts am Strafraumrand in die Mitte zu Baumgartlinger, dessen Direktabnahme im linken Toreck einschlug (52.). Nagelsmann reagierte prompt und erhöhte mit den Hereinnahmen von Kramaric, Uth und Amiri für Rupp, Bicakcic und Grillitsch binnen nur sechs Minuten das Risiko.

    Mit Ausnahme einer guten Gelegenheit für Szalai, der den Ball aus der Drehung nicht ideal traf, war es aber vor allen Dingen Leverkusen, dass durch die sich bietenden Räume zu gefährlichen Kontern kam. Brandt schoss im Eins-gegen-eins mit Baumann knapp am Tor vorbei (63.). In der 70. Minute gelang Bayer die Vorentscheidung: Bailey legte nach einem Konter nach links in den Strafraum zu Alario, der abgebrüht ins rechte Toreck vollstreckte. Die TSG gab sich in der Folge zwar nicht auf, doch mehr als zum Ehrentreffer von Szalai, der Leno in der 86. Minute klug überlupfte, reichte es für die TSG nicht mehr. Im Gegenteil. Fast mit dem Schlusspfiff gelang Alario aus kürzester Distanz nach Vorarbeit von Retsos sogar noch der 4:1-Endstand (90.+3).

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© Rosemarie Brenner