Heimspiel - Das Sportmagazin
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TSG 1899 Hoffenheim

 

 

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Die TSG Hoffenheim hat am Samstagnachmittag die abstiegsbedrohten Hannoveraner über 90 Minuten lang dominiert und am Ende hochverdient mit 3:0 gewonnen. Das Team von Thomas Doll wirkte hinten völlig überfordert und vorne harmlos bis zum Schluss. Die Kraichgauer näherten sich dagegen durch den Sieg wieder den europäischen Plätzen an.

Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann veränderte seine Startformation im Vergleich zum 3:3 in Dortmund auf vier Positionen: Für Grillitsch (Gelb-Sperre), Bicakcic (Wadenprobleme) und Hübner(Kapselschaden im Knie) sowie Bittencourt (Bank) begannen Adams, Vogt, Amiri und Belfodil.

Hannovers Coach Thomas Doll tauschte im Vergleich zum 2:0 gegen Nürnberg zweimal: Für den Ex-Hoffenheimer Akpoguma (Schulterverletzung) und Weydandt (Bank) spielten Felipe und Wimmer von Beginn an.

Die Hausherren begannen, wie zu erwarten war, mit viel Offensivpower und benötigten gerade einmal fünf Minuten für die Führung: Korb köpfte den Ball 40 Meter vor dem eigenen Tor in die Mitte - und genau in die Füße von Joelinton. Der Brasilianer startete durch und blieb vor dem herauseilenden Esser cool - 1:0. Der Gegentreffer schien die Gäste nur noch mehr zu verunsichern, die defensiv teils vogelwild agierten und im Fünf-Minuten-Takt haarsträubende Fehlpässe spielten. Die Kraichgauer dagegen machten über Joelinton, Amiri und Belfodil ordentlich Betrieb.

Letzterer war es auch, der nach einer knappen Viertelstunde für das 2:0 sorgte. Demirbay brachte einen Freistoß in den Strafraum, Belfodil stieg hoch und lenkte den Ball mit dem Rücken in Richtung Tor. Die Kugel flog über den sich verzweifelt streckenden Esser hinweg an die Unterkante der Latte, auf die Torlinie und schließlich ins Netz (14.). Der Treffer veränderte vom Ergebnis einmal abgesehen nichts, Hoffenheim stürmte weiter fleißig nach vorne, während Hannover versuchte, irgendwie die Räume dicht zu machen. Allerdings agierten die Niedersachsen derart körperlos, dass die TSG immer wieder mit Leichtigkeit zu Torchancen kam und prinzipiell machen konnte, was sie wollte. Die größte Gelegenheit hatte Demirbay, der sich einen Fehlpass von Felipe selbst halbhoch vorlegte und per Dropkick aus 20 Metern an die Latte hämmerte (42.).

 

Der zweite Durchgang begann, wie der erste endete: Hoffenheimer Power-Fußball und Hannoveraner Defensiv-Kuriositäten. Esser rettete zunächst bärenstark gegen Belfodil (49.), dann zweimal gegen Schulz (55., 57.). Den ersten Versuch lenkte der Keeper an die Latte, von wo der Ball genau vor den Füßen von Belfodil landete. Der zog drei Meter vor dem leeren Tor ab, doch Wimmer warf sich in den Schuss und klärte zur Ecke. Hoffenheim machte munter weiter, scheiterte aber immer wieder an Esser oder der eigenen Präzision. Ostrzolek brachte nach 65 Minuten den ersten Hannoveraner Schuss aufs Tor. Ansonsten kam von Thomas Dolls Team nahezu nichts in der Offensive.

 

 

Auch in der Schluss-Viertelstunde änderte sich das Bild nicht mehr. Kramaric scheiterte einmal mehr am starken Esser (74.), bevor Demirbay nach toller Ablage von Schulz mit einem Distanzschuss aus 16 Metern alles klar machte (80.). Beinahe hätte es sogar für einen Doppelpack des Hoffenheimers gereicht, doch sein nächster Versuch landete nur am Pfosten (84.). Am Ende blieb es beim 3:0, womit die Niedersachsen noch mehr als gut bedient waren. Hannover bleibt damit auf Rang 17, während Hoffenheim wieder an die europäischen Plätze heranrückt.

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© Rosemarie Brenner