Heimspiel - Das Sportmagazin
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Rhein-Neckar Löwen

Ohne neun Spieler, kein etatmäßiger Linkshänder im Rückraum, mit einer Rumpf-Formation waren die Füchse Berlin aus dem katarischen Doha nach Mannheim gereist. Vom Angriff schien, nach fünf Spielen in acht Tagen und aufgrund der schwierigen personellen Situation, nicht viel zu erwarten zu sein. Das galt bis zur 40. Spielminute tatsächlich über weite Strecken. Nach dem 20:13 folgte dann ein Aufbäumen der Füchse Berlin, mit ihrem Trumpf, dem Kreisläuferspiel. Dass ein 28:25-Sieg der Löwen heraussprang, verantwortete auch Taleski, der am Ende einige gute Entscheidungen traf.

 

Alle Augen waren am frühen Sonntagnachmittag auf die Füchse Berlin gerichtet, die im Vorfeld der Partie bei den Rhein-Neckar Löwen mit deutlichen Worten die geringe Vorbereitungszeit nach der Rückkehr von der Vereins-WM in Katar bemängelt hatten. Zudem fallen bekanntlich einige Spieler mit Verletzungen aus. Petkovic setzte im Rückraum auf Rechtshänder Frederik Simak sowie auf Jacob Holm und Wael Jallouz. Dabei kam zunächst nichts Zählbares heraus. In der Deckung agierten die Gäste mit mehr Nachdruck als im Angriff. Erik Schmidt wurde frühzeitig erstmals hinausgestellt. 

Dass Wael Jallouz in Unterzahl zum 2:2 ausglich, schien den Füchsen nach sechs Minuten ein wenig Auftrieb zu geben. Die Rhein-Neckar Löwen begannen derweil sehr schleppend. Sie eröffneten dieses Spitzenspiel mit einigen technischen Fehlern im Aufbauspiel, wirkten in der Deckung träge und kamen daher nicht richtig in Tritt. Nach acht Minuten hatten sie Glück, dass Lindberg von der Markierung an Palicka scheiterte und das 3:4 ausblieb. Der Schwede im Kasten der Löwen war mit vier Paraden bisher ihr Trumpf. Kurz darauf schlüpfte dennoch ein leichter Jallouz-Wurf durch. 

Die Rhein-Neckar Löwen verlegten sich im weiteren Verlauf zunehmend darauf, den Schwachpunkt der Füchse-Deckung anzugreifen: Immer wieder, so auch beim 6:5 (13.), setzte sich Alexander Petersson gegen Wael Jallouz durch, der sich, im Gegensatz zu seiner auffälligen Wurf-Häufigkeit in der Deckung, in der Abwehr versteckte. Wenige Momente nach dem 8:6 (16.) nahm Petkovic Jallouz vom Feld. Petersson nutzte nach einem Fehler die erste Welle zum 9:6. Erstmals wirkten die Badener mental ein wenig freier. Hastige Würfe der Berliner hatten diese komfortable Situation bewirkt. 

"Wir müssen viel näher ran an die Abwehr", forderte Jacobsen in der ersten Auszeit ein besseres Timing im Angriff der Rhein-Neckar Löwen. Die Füchse agierten derweil mit Marsenic und Schmidt mit zwei Leuten am Kreis, sie zogen aber bisher keinen Nutzen daraus. "Was ist die Aufgabe des Rückraums bei zwei Kreisläufern?", ereiferte sich Petkovic daher, als er das Spiel seinerseits kurz darauf unterbrach. Auch der nächste Versuch ging fehl, war aber schon druckvoller gespielt. Löwen-Kreisläufer Kohlbacher stellte im Gegenzug auf 12:7 (20.). Die Löwen funktionierten jetzt besser. 

Jacobsen nutzte den komfortablen Vorsprung um seine Formation zu verändern. Der lange verletzte Lipovina sollte Petersson entlasten. Ein Aufbäumen der Füchse folgte, auch ihre Deckung arbeitete auf einmal besser: Lindberg beendete beim 12:8 eine fünfminütige Torflaute der Gäste. Elisson sekundierte beim 12:9. Nach diesen beiden Lipovina-Fehlern kehrte der Isländer zurück aufs Feld und erzielte das 14:10. Dennoch steckte Fäth auf Kohlbacher durch, ein Wirkungstreffer kurz vor der Sirene, zumal die Unparteiischen die erste Welle der Füchse abpfiffen und diese Chance zerstieb. 

Die Spielgeschwindigkeit der Füchse Berlin war bisher nicht hoch genug, um die Rhein-Neckar Löwen vor Probleme zu stellen. Auch das Spiel mit zwei Kreisläufern erwies sich zu oft als zahnlos, weil die Rückraumspieler oft falsche Entscheidungen trafen. Einzig bei den - seltenen - Gegenstößen entfalteten die Gäste ihre bekannte Gefahr, und das blieb auch im zweiten Durchgang so. "Wir machen uns selber kaputt", bilanzierte Petkovic nach weiteren zehn Spielminuten. Kurz zuvor hatte Sigurdsson im Gegenstoß auf 19:12 (40.) gestellt, nach einem fabelhaften Zuspiel von Palicka. 
Quelle: https://www.handball-world.news/o.red.r/news-1-1-1-108826.html

Der Vorsprung der Rhein-Neckar Löwen wirkte in diesem Moment solide. Wie in dieser Saison häufig, folgte nun eine kleine Delle im Spiel des zweimaligen Deutschen Meisters. Die Füchse Berlin rückten zum 20:15 (43.) heran. "Spielt das jetzt konzentriert weiter, Jungs!", forderte Löwen-Trainer Jacobsen auch, dass die Kreisläufer der Gäste frühzeitig angenommen werden sollten. Bei Marsenics 21:16 klappte das einmal mehr nicht. Kurz darauf setzte sich der 20-jährige Simak durch. Marsenic legte nach. Die Worte des Dänen drohten derweil wegen ungenauer Abschlüsse zu verpuffen. 

Die Rhein-Neckar Löwen hatten ihre Nerven nicht im Griff. Taleski scheiterte an Semisch. Holm verkürzte beim 24:22 (54.) erstmals seit dem 8:6 (16.) wieder auf zwei Tore. Löwen-Kapitän Schmid musste Verantwortung übernehmen und traf, hinten deuteten die Hausherren jetzt, trotz zweier gegnerischer Kreisläufer, eine 5:1-Deckung an. Diese taktische Maßnahme half der Jacobsen-Sieben mental wieder auf die Beine. Nach Taleskis 27:24 (58.) lief den Füchsen bei ihrer Jagd die Zeit davon. Simak scheiterte am eingewechselten Appelgren. Taleski machte beim 28:24 den Deckel drauf. 

Der aufgrund der unterschiedlichen Personalsituation erwartete deutliche Sieg der Rhein-Neckar Löwen war ausgeblieben. "Es war schwierig, gegen zwei Kreisläufer in der Deckung die Konzentration zu halten", bilanzierte Nikolaj Jacobsen im TV-Interview bei Sky. "Wir haben das Gefühl, dass wir momentan nicht das leisten, was wir gerne sehen wollen. Es geht viel auf und ab momentan." Malte Semisch bilanzierte für Berlin: "Heute saßen bei uns größtenteils Jugendspieler auf der Bank. Ich denke, wir haben das gut gemacht. Vielleicht war es ein Fehlpass zu viel und eine Parade zu wenig. Hinten raus hat uns die Kraft gefehlt." 
Quelle: https://www.handball-world.news/o.red.r/news-1-1-1-108826.html
 

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Die Rhein-Neckar Löwen haben in der Champions League ihren dritten Sieg gefeiert. Der Handball-Bundesligist bezwang am Mittwochabend den schwedischen Meister IFK Kristianstad mit 36:27 (18:14) und hat nach dem dritten Heimsieg in der Vorrundengruppe A nun 6:4 Punkte auf dem Konto. Getrübt wurde die Freude über den Sieg durch die Verletzung von Steffen Fäth. Der deutsche Nationalspieler schied mit Verdacht auf Gehirnerschütterung aus, nach Spielende gab es aber Entwarnung. Vor 3.082 Zuschauern in der Mannheimer SAP Arena war Bogdan Radivojevic mit neun Treffern der beste Torschütze der Nordbadener.

 

Die bisherigen Heimspiele gegen den FC Barcelona und Brest hatten die Rhein-Neckar Löwen für sich entschieden, angesichts der Auswärtsniederlagen gegen Kielce und Skopje war ein dritter Heimsieg in der heutigen Begegnung gegen das bisher punktlose Kristianstad Pflicht für den Bundesligisten. Die Schweden hatten zuletzt in Kielce gut mitgehalten, in der Mannheimer SAP Arena schienen vor 3.082 Zuschauern die Weichen aber schnell gestellt, ein 4:0 stand auf der Anzeigetafel als Ola Lindgren nach gut drei Minuten bereits die erste Auszeit nahm. 

Ein Doppelschlag von Filip Taleski hatte den Anfang gemacht, Alexander Pettersson ließ einen Gegenstoß folgen und auch beim 4:0 war es zu schnell für die Gäste gegangen, die nach der Auszeit durch Stig Tore Moen Nielsen zumindest den ersten Treffer der Partie erzielen konnten, die Antwort von Bogdan Radivojevic folgte allerdings umgehend. Kristianstad schien langsam in die Partie zu finden, doch der nächste Rückschlag folgte: Philip Henningsson erwischte in der Deckung den kreuzenden Steffen Fäth im Gesicht - das türkische Gespann zückte nach kurzer Beratung direkt Rot. 

Allerdings bedeutete diese Aktion auch einen Rückschlag für die Rhein-Neckar Löwen, denn Steffen Fäth musste gestützt und mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung das Parkett verlassen und kam nicht zurück auf das Parkett. Nach dem Spiel gab Oliver Roggisch aber bereits Entwarnung: "Der Schädel brummt ein bisschen, aber er macht schon wieder Scherze und wird am Samstag spielen können", sagte der Sportliche Leiter der Löwen. Dann geht es gegen den THW Kiel. 

Die Rhein-Neckar Löwen zeigten sich zunächst wenig beeindruckt, mit einem Kempa-Anspiel auf Jerry Tollbring griff Andy Schmid das erste Mal tief in die Trickkiste. Jesper Nielsen leitete im nächsten Angriff den Ball gut weiter auf Bogdan Radivojevic, der mit dem 7:2 in der siebten Minute dann den Abstand erstmals auf fünf Tore erzielte. Die Rhein-Neckar Löwen trafen bis dahin nach Belieben, in der Deckung aber schlichen sich angesichts der Führung erste Nachlässigkeiten ein. Vor allem Stieg Tore Moen Nielsen nutzte den Freiraum und hielt Kristianstad so in den folgenden Minuten im Spiel. 

Die Gastgeber nutzte auch in der Offensive die sich bietenden Chancen nicht mehr mit der letzten Konsequenz, zwischenzeitlich gab es eine fast fünfminütige Durststrecke. Das Heft aber behielt der Bundesligist weiter in der Hand, auch weil Andreas Palicka zwischen den Pfosten immer wieder zur Stelle war. Nach einem sehenswerten Heber von Bogdan Radivojevic schienen die Löwen beim 15:9 den Endspurt einzuleiten, doch der Abstand schmolz in den letzten Minuten vor der Pause dann wieder. Obschon die Löwen klar tonangebend waren, als Marc Canellas Reixach kurz vor der Sirene traf, ging es mit einem 18:14 in die Kabinen. 

Ein Doppelschlag von Vladan Lipovina erhöhte den Abstand direkt nach Wiederbeginn beim 20:14 wieder auf Höhe des alten Abstands und wenig später war die Differenz nach einem Treffer von Gedeon Guardiola in das in Unterzahl verwaiste Tor des Gegners beim 22:15 dann erstmals auf sieben Tore angewachsen. Die Rhein-Neckar Löwen hielten das Heft weiter in der Hand, Kristianstad mühte sich darum, mitzuspielen. Nach zwei Treffern in Serie zum 25:20 hofften die Gäste wieder auf den Anschluss, doch die Antwort des Favoriten folgte umgehend: Lipovina traf doppelt, Palicka war im bedrohten Eck und Mads Mensah Larsen sorgte für das 28:20. 

Eine Viertelstunde vor dem Ende war die Entscheidung gefallen, den Gästen fehlten die Mittel um den souverän aufspielenden Favoriten ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Stattdessen erreichte der Abstand den zweistelligen Bereich: Jerry Tollbring traf gegen seinen Ex-Verein zum 32:23 und nachdem Arnar Freyr Arnarsson seine dritte Zeitstrafe kassierte hatte, nutzte Bogdan Radivojevic die Überzahl dann zur ersten Zehn-Tore-Führung. Die Löwen nahmen einen Gang heraus, Andy Schmid sah auf der Bank wie Filip Taleski Kreisläufer Jannik Kohlbacher im Stile des Schweizer Spielmachers in Szene setzte. Kristianstad gelang es allerdings durch den in den letzten Minuten sein Talent zeigenden jungen Isländer Teitur Örn Einarsson den Abstand beim 36:27-Endstand wieder in den einstelligen Bereich zu schieben. 




Quelle: https://www.handball-world.news/o.red.r/news-1-1-3-108498.html

 


Quelle: https://www.handball-world.news/o.red.r/news-1-1-3-107709.html
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Rhein-Neckar Löwen treffen im Viertelfinale um den DHB-Pokal auswärts auf die Füchse Berlin. Dies ergab die Auslosung am heutigen Donnerstag. Handballweltmeister Dominik Klein zog die Partien, die am 18./19. Dezember 2018 ausgetragen werden. Damit kommt es zum Duell des Titelverteidigers gegen den amtierenden EHF-Pokal Sieger.

Der Gewinner qualifiziert sich für die Pokalendrunde am 6. und 7. April 2019 in der Hamburger O² World. „Es hätte einfacher für uns kommen können. Aber als Titelverteidiger wollen wir natürlich wieder nach Hamburg und werden alles daran legen, in Berlin den Sprung zum REWE Final Four zu schaffen“, so Löwen-Mannschaftskapitän Andy Schmid nach der Auslosung. 

Die Begegnungen im Viertelfinale im Überblick

SC Magdeburg : Frisch Auf Göppingen 

Füchse Berlin : Rhein-Neckar Löwen 

TSV Hannover-Burgdorf : HC Erlangen 

THW Kiel : MT Melsungen

 
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© Rosemarie Brenner