Heimspiel - Das Sportmagazin
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Rhein-Neckar Löwen

Ausrufezeichen der MT Melsungen: Das Team von Michael Roth besiegte am Donnerstagabend die Rhein-Neckar Löwen mit 29:26 (15:13). Die Mannheimer, denen noch das Mammutprogramm vom vergangenen Wochenende in den Beinen steckte, legten gut los, doch die MT kämpfte sich über die Deckung mit einem starken Nebojsa Simic dahinter ins Spiel und lag bereits zur Pause vorne. Im zweiten Durchgang behaupteten die Nordhessen die Führung.

 

Die Rhein-Neckar Löwen, bei denen Gedeon Guardiola rechtzeitig fit geworden war, erwischten in Kassel einen gelungenen Start und lagen nach einem Tor von Gudjon Valur Sigurdsson und zwei Treffern von Alexander Petersson schnell mit 3:0 in Front. Mit einer ersten Parade hatte auch Mikael Appelgren seinen Anteil an der Führung. Nachdem die Führung auf 7:3 angewachsen war, reagierte Michael Roth und legte die Auszeit. 

Die Ansprache zeigte Erfolg. Melsungen kam über seine starke Defensive zunehmend besser in die Partie und verkürzte nach einem Fehlwurf von Andy Schmid auf 6:8 nach knapp 20 gespielten Minuten. Kurz darauf gelang der Anschluss zum 8:9 (22.) und nun war es Nikolaj Jacobsen, der die Grüne Karte zog. Regisseur Andy Schmid hielt die Mannheimer in dieser Phase mit seinen Toren im Spiel, doch insgesamt war die Fehlerquote zu hoch. Sechs Minuten vor der Pause kam Melsungen zum Ausgleich: Tobias Reichmann traf zum 10:10 (24.). 

Nach einer Zeitstrafe gegen Hendrik Pekeler brachte der Rechtsaußen die Gastgeber per Siebenmeter gar in Führung. Jacobsen versuchte es mit dem zusätzlichen Feldspieler, doch die Taktik ging nicht auf. Nebojsa Simic netzte nach zwei Paraden jeweils ein und erhöhte den Vorsprung damit auf 15:12 (30.). Mit einem weiteren Treffer sorgte Schmid für den Halbzeitstand von 15:13. 

Im zweiten Durchgang hielt Jacobsen am zusätzlichen Feldspieler fest, doch es gelang den Mannheimern nicht, den Spielstand zu drehen. Im Gegenteil: Melsungen baute seinen Vorsprung langsam aus und lag in der 38. Spielminute nach einem Treffer von Michael Allendorf mit 20:15 in Führung. Der eingewechselte Momir Rnic konnte sich an alter Heimstätte zwar zweimal in die Torschützenliste eintragen, doch die Gäste scheiterten auch wiederholt an Simic. 

Die Entscheidung war jedoch noch nicht gefallen, da die Löwen kämpften, sodass Roth die nächste Auszeit forderte. Rnic brachte seine Mannschaft nichtsdestotrotz mit dem Treffer zum 23:21 (50.) wieder in Schlagdistanz, doch Reichmann stellte umgehend wieder auf drei Tore. Die MT ließ sich von den Mannheimern nicht verunsichern und konnte ihren Vorsprung wieder ausbauen. Julius Kühn erzielte gut vier Minuten vor dem Edne das 28:23 (56.). 

Mit zwei Treffern von Schmid und Petersson kamen die Gäste noch einmal heran und zwangen Roth zur dritten und letzten Auszeit. Da Tim Schneider kurz zuvor eine Zeitstrafe kassiert hatte, mussten die Nordhessen zudem in Unterzahl agieren. Wie schon so oft in dieser Spielzeit erwies sich Simic jedoch als sicherer Rückhalt. Am Ende siegte Melsungen mit 29:26. 

Die Rhein-Neckar Löwen haben in der Champions League nach drei Unentschieden und drei Siegen in der Gruppenphase der Champions League ihre erste Niederlage kassiert. Bei Spitzenreiter Vardar Skopje setzte es für den im vierten Spiel in sieben Tagen müde wirkenden Deutschen Meister ein 26:30 (13:17). Die Gastgeber agierten souverän, übernahmen sofort die Führung und hatten sich beim 15:8 zwischenzeitlich auf sieben Tore abgesetzt. Die Löwen kämpften sich wieder bis auf vier Treffer heran, ernsthaft in Bedrängnis konnte der mazedonische Meister aber nicht mehr gebracht werden. Auch weil Arpad Sterbik im Tor von Vardar einmal mehr seine Klasse unter Beweis stellte.

 

Für die Rhein-Neckar Löwen war es die vierte Partie in sieben Tagen, nach dem Sieg in Leipzig am vergangenen Samstag, dem Unentschieden in Barcelona am Sonntag und der Niederlage in Melsungen am Dienstag ging zum Ende dieser turbulenten Woche zu Vardar Skopje - dem aktuellen Spitzenreiter in der Gruppe. Die Belastungen inklusive der Reisestrapazen waren den Rhein-Neckar Löwen von der ersten Minute an anzumerken - auch wenn Jerry Tollbring den Auftakttreffer von Vuko Borozan zunächst noch mit dem 1:1 ausgleichen konnte. 

Der Bundesligist agierte von der ersten Minute an im Angriff mit dem siebten Feldspieler, Raul Gonzalez hatte die Deckung der Gastgeber allerdings bestens darauf eingestellt. Nach einem Ballgewinn versuchte Joan Canellas einen Heber auf das verwaiste Tor der Rhein-Neckar Löwen, Andy Schmid konnte diesen abfangen, stand beim Sprung nach Meinung der Schiedsrichter aber im Kreis - den Siebenmeter setzte Ivan Cupic zum 3:1 ins Netz. Mads Mensah Larsen gelang noch einmal der Anschluss, doch beim 5:2 war der Abstand dann bereits auf drei Tore angewachsen und als Canellas dann einen Fernwurf ins leere Tor des Gegners setzte, nahm Nikolaj Jacobsen die Auszeit. 

Die Rhein-Neckar Löwen verzichteten in der Folge auf den zusätzlichen Feldspieler im Angriff, Skopje reagierte umgehend mit einer Umstellung auf eine 5:1-Deckung. Einige Glanztaten von Andreas Palicka sowie Überzahltreffer von Rafael Baena und Harald Reinkind hielten den Deutschen Meister bis zum 8:6 noch in Schlagdistanz, dann aber bekam Skopje das Heft endgültig in die Hand. Die Deckung der Gastgeber stand glänzend und neben einfachen Treffern aus dem Umschaltspiel gelangen auch immer wieder Torerfolge aus dem Positionsangriff. Die Spielzüge wurde auf den Punkt gespielt und so Lücken für Rückraum oder Kreis geschaffen. Dainis Kristopans und Vuko Borovic waren mehrfach erfolgreich, für das 11:6 sorgte dann Stojance Stoilov. 

Bogdan Radivojevic unterbrach denn zwar den Lauf der Gastgeber, doch die Antwort von Kristopans folgte auf dem Fuß. Nach dem 13:7 von Borozan nahm Nikolaj Jacobsen bereits in der zwanzigsten Minute die zweite Auszeit. Doch auf den Treffer seines Teams folgte eine Doppelschlag der Hausherren: Ein fulminanter Schlagwurf von Borozan und ein von Dibirov bestrafter Ballverlust sorgten für das 15:8. Die Rhein-Neckar Löwen waren unter Druck, früh drohte der Anschluss verloren zu gehen. Doch als sich erste Nachlässigkeiten ins Spiel der Hausherren einschlichen, war der Deutsche Meister zur Stelle. Andy Schmid setzte einige Treffer und nach einem Ballgewinn verkürzte Gudjon Valur Sigurdsson mit einem Heber Sekunden vor dem Seitenwechsel den Abstand mit dem 17:13-Pausenstand zumindest auf vier Tore. 

Die Trümpfe von Vardar Skopje stachen auch im zweiten Abschnitt. Die Rhein-Neckar Löwen zeigten sich zwar gefestigt, doch der mazedonische Meister hielt den deutschen Titelträger auf Distanz. Dass der Bundesligist nun aber mehrfach über Baena erfolgreich war, veranlasste Skopje zur Auszeit. Die Löwen hatten in der Folge die Chance auf drei Tore zu verkürzen, doch die Deckung der Hausherren trat nun wieder aggressiv auf den Rückraum des deutschen Vertreters heraus. Zudem konnte sich Skopje auch in der Folge auf Arpad Sterbik verlassen, der zwischen den Pfosten mit der gewohnten Ruhe und Klasse agierte. Nach einer seiner Paraden erhöhte Stojanche Stoilov wieder auf 23:18, ein kurzer Antritt hatte dem Kreisläufer den nötigen Platz verschafft. 

Dies blieb auch in der Folge der Schlüssel für den Tabellenführer, in vielen Aktionen schalteten die Löwen einfach eine Zehntel zu langsam. So auch bei einem Durchbruch von Karacic, der zum Siebenmeter führte, den Ivan Cupic zum 26:20 nutzte. Die Löwen mühten sich, nach einer Dreier-Serie der Löwen zum 27:23 keimte sieben Minuten vor dem Ende noch einmal Hoffnung auf. In Überzahl hatte erst Pekeler nach Schneller Mitte ins noch leere Tore des Gegners getroffen, dann Baena und Schmid nachgelegt. Nach den belastungsintensiven letzten Tagen fehlte aber die Kraft, um den mazedonischen Meister noch einmal ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Zumal Vardar weiterhin souverän agierte und das Heft in der Hand behielt. In den entscheidenden Phasen waren Sterbik, Kristopans oder Borozan zur Stelle und hielten Skopje bis zum 30:26-Endstand auf Kurs. 

Heimspiel im DHB-Pokal

Rhein-Neckar Löwen treffen auf den SC DHfK Leipzig

Die Rhein-Neckar Löwen treffen im Viertelfinale um den DHB-Pokal auf den SC DHfK Leipzig. Dies ergab die Auslosung am heutigen Sonntag. Fußballprofi Stefan Illsanker (Red Bull Leipzig) zog in Leipzig die Begegnungen der letzten acht Teams. Der Sieger der Partie, die voraussichtlich am Donnerstag, 8. März 2018 ausgetragen wird, qualifiziert sich für die Endrunde um den DHB Pokal. Das REWE Final Four findet am 5. und 6. Mai 2018 in Hamburg

Die Auslosung erreichte die Rhein-Neckar Löwen wenige Minuten vor dem heutigen Champions League Spiel im ungarischen Szeged. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Los. Wir haben uns ein Heimspiel gewünscht, um gemeinsam mit unseren Fans den letzten Schritt zur Endrunde zu machen“, kommentierte Mannschaftskapitän Andy Schmid die Auslosung. Auch Trainer Nikolaj Jacobsen war zufrieden: „Wir haben ein Heimspiel bekommen, das ist schon ein Vorteil. Leipzig ist ein unangenehmer Gegner, gegen den wir uns eigentlich immer recht schwer getan haben. Wir wollen aber unbedingt wieder nach Hamburg“, so der Däne. 

 

Viertelfinale um den DHB-Pokal, die weiteren Partien:

TSV Hannover-Burgdorf - Frisch Auf! Göppingen
Füchse Berlin – SC Magdeburg                                                                                                                                                                                                                                                                 
HSG Wetzlar – TVB 1898 Stuttgart 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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© Rosemarie Brenner