Heimspiel - Das Sportmagazin
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Adler Mannheim

 

 

 

 

 

Die Adler Mannheim haben für die kommende Saison 2018/19 zwei finnische Spieler unter Vertrag genommen. Von Hämeenlinnan Pallokerho (HPK) wechselt Verteidiger Joonas Lehtivuori in die Quadratestadt, Tommi Huhtala kommt vom finnischen KHL-Team Jokerit Helsinki nach Mannheim. Beide unterzeichneten jeweils einen Kontrakt bis 2020.
Bei Ilves Tampere ausgebildet, absolvierte Lehtivuori in der Saison 2006/07 seine erste komplette Spielzeit für seinen Heimatverein in der finnischen Liiga. Zuvor hatte der Verteidiger bereits das Interesse nordamerikanischer Scouts geweckt und wurde 2006 von den Philadelphia Flyers in der vierten Runde an Position 101 gedraftet.
Trotz Ziehung blieb Lehtivuori in Tampere, ehe er 2009 den Sprung über den großen Teich wagte und für das damalige Farmteam der Flyers, die Adirondack Phantoms, in der AHL auflief. Der Sprung in die NHL blieb dem Abwehrspieler jedoch verwehrt, weshalb er 2011 nach Europa zurückkehrte und nach einem Kurzintermezzo auf Leihbasis in Kuopio beim schwedischen Erstligisten MODO Hockey anheuerte. Vier Spielzeiten und 213 SHL-Partien später, in denen er 43 Scorerpunkte (14 Tore / 29 Vorlagen) sammelte, zog es den heute 29-Jährigen 2015 in sein Heimatland zurück. Bis zuletzt stand Lehtivuori für HPK auf dem Eis und brachte es dort in insgesamt 142 Partien auf 19 Treffer und 52 Vorlagen.
„Als der Anruf aus Mannheim kam, habe ich sofort mit meinem Agenten über das Interesse der Adler gesprochen. Danach ist mir die Entscheidung relativ leichtgefallen, da ich ohnehin das Gefühl hatte, etwas Neues ausprobieren zu wollen. Die deutsche Liga und die deutschen Spieler werden immer stärker. Das hat man zuletzt auch bei den Olympischen Spielen beobachten können. Ich freue mich, künftig Erfahrungen in Deutschland sammeln und für eine der Topmannschaften in Europa spielen zu können“, verrät Lehtivuori.

Die Adler Mannheim treiben den im Dezember 2017 angekündigten Neuanfang weiter voran. Nach den Verpflichtungen des Trainerduos Pavel Gross und Mike Pellegrims sowie des Sportmanagers Jan-Axel Alavaara leitet der Halbfinalist nur fünf Tage nach dem Playoff-Aus den personellen Umbruch ein. Insgesamt zwölf Spieler, darunter ein Torhüter, acht Verteidiger und drei Stürmer, werden den Club zum Saisonende am 30. April 2018 verlassen.

Torhüter Florian Proske sowie die Verteidiger Mark Stuart, Aaron Johnson, Kevin Maginot, Carlo Colaiacovo und John Rogl erhalten kein neues Arbeitspapier für die kommende Saison. Selbiges gilt für Patrick Mullen, der Mitte Februar vom schwedischen Erstligisten Linköping HC ausgeliehen wurde.
Vorzeitige Vertragsauflösungen
Darüber hinaus haben die Adler den Entschluss gefasst, die allesamt bis 2019 laufenden Verträge von Mathieu Carle, Nikolai Goc, Devin Setoguchi, Ryan MacMurchy und Daniel Sparre vorzeitig aufzulösen.
„Der Abgang von zwölf Spielern bedeutet für uns eine Weiterführung der sportlichen Neuausrichtung. Wir haben sie angekündigt, fühlen uns ihr verpflichtet und setzen sie jetzt weiter konsequent um“, so Adler-Geschäftsführer Daniel Hopp zu den Veränderungen im Kader. „Alle personellen Entscheidungen sind selbstverständlich in Übereinstimmung und Abstimmung mit der neuen Sportlichen Leitung getroffen worden.“
Die Adler Mannheim bedanken sich bei allen zwölf Spielern für ihren Einsatz und wünschen ihnen für ihren weiteren privaten und beruflichen Weg alles erdenklich Gute. Ein ganz besonderer Dank gilt dabei Nikolai Goc, der im September 2010 aus Hannover nach Mannheim kam, immer mit Herzblut bei der Sache war und sich zu jeder Zeit in den Dienst der Mannschaft stellte.

Für Christoph Ullmann geht in Mannheim eine Ära zu Ende: Nach insgesamt zwölf Jahren verlässt der 34-jährige Angreifer, dessen auslaufender Vertrag zum 30. April 2018 nicht verlängert wurde, endgültig die Adler und wechselt innerhalb der Deutschen Eishockey Liga zu einem anderen Club.
2003 kam Ullmann im Alter von 20 Jahren aus Köln erstmals nach Mannheim. Unter Bill Stewart, der die Adler in der abgelaufenen Spielzeit nach der Entlassung von Sean Simpson übernommen hatte, machte der gebürtige Altöttinger gleich in seiner ersten Saison mit 20 Punkten in 51 Hauptrundenpartien auf sich aufmerksam. „Es ist irgendwie witzig, dass Bill mein erster und auch mein letzter Trainer bei den Adlern war“, sagt Ullmann schmunzelnd. Nach vier weiteren Jahren im Dress der Adler, in denen er seine Punktausbeute kontinuierlich steigern konnte, entschied sich der damals 25-Jährige im Sommer 2008 für eine neue sportliche Herausforderung und kehrte zu den Haien zurück.
Drei Spielzeiten schnürte Ullmann seine Schlittschuhe für die Domstädter, ehe es ihn 2011 wieder nach Mannheim verschlug, wo er bis zur letzten Sekunde in Spiel fünf der Halbfinalserie gegen München alles für den Club gab und sogar Geschichte schrieb. Beim 4:2-Heimsieg der Adler am 14. Oktober 2016 gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven erzielte Ullmann seinen 151. DEL-Treffer für die Adler und überholte damit René Corbet als Rekordtorschützen des Clubs. Bis zum heutigen Tag konnte er den Rekord auf 162 Tore ausbauen. In 647 DEL-Partien für die Kurpfälzer brachte es Ullmann insgesamt auf 335 Scorerpunkte, die ihn zum ewigen Topscorer der Adler machen.

 

 
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© Rosemarie Brenner