Heimspiel - Das Sportmagazin
Heimspiel - Das Sportmagazin

Adler Mannheim

 

 

 

 

 

 

Ein Zu-Null-Sieg, die Tabellenführung souverän verteidigt und einen neuen Klubrekord aufgestellt: Für die Adler Mannheim war es mit dem 4:0 (2:0, 0:0, 2:0)-Sieg gegen Verfolger Augsburger Panther im letzten Spiel vor der Deutschland-Cup-Pause ein rundum gelungener Nachmittag. 13 Siege aus den 17 Spielen und 42 Zähler auf dem Konto - noch nie seit Einführung der Drei-Punkte-Regel in der DEL im Jahr 1998 hatte eine Mannheimer Mannschaft nach einem Drittel der Vorrunde mehr Zähler auf der Habenseite.

Vor einem Jahr zählte der Klub zu dieser Zeit sieben Verletzte. Der Kelch mit langfristigen Ausfällen ging lange an den Blau-Weiß-Roten vorbei. Jetzt traf es den Spitzenreiter gleich zweimal innerhalb weniger Tage. Nach Marcel Goc (Bruch der Kniescheibe) wurde gestern der Ausfall von Topscorer Chad Kolarik bekannt. Der US-Amerikaner wurde am Freitag beim 3:2-Sieg in Iserlohn von einem Schuss seines Teamkollegen Sinan Akdag an der Hand getroffen, voraussichtliche Ausfalldauer vier bis sechs Wochen.

Die Mannschaft von Pavel Gross geht dennoch unbeirrt ihren Weg. Nach 40 Sekunden schlug die Scheibe hinter Panther-Torhüter Keller zum ersten Mal ein. Tommi Huhtala, der seinen Lauf mit der vor einer Woche begonnenen Tor-Serie fortsetzte, hielt seinen Schläger in einen Distanzschuss von Mikkelson und schon lagen die vom langjährigen Adler Christoph Ullmann (35) als Kapitän angeführten Gäste zurück. Ähnlich unvermittelt traf die bayerischen Schwaben der zweite Gegentreffer, als die Adler während einer Akdag-Strafe erfolgreich im gegnerischen Drittel störten und mit dem gewaltigen Schlagschuss von Matthias Plachta (19.Minute) erhöhten.

Wenngleich Dennis Endras nicht beschäftigungslos blieb, so diktierten die Einheimischen in allen gefährlichen Zonen immer das Geschehen. Den längst fälligen Ausbau der Führung verpassten Desjardins (Pfosten/28.), Eisenschmid und Festerling (31./32.). Die lange bei Regelwidrigkeiten der Panther untätigen Schiedsrichter bescherten erst ausgangs des zweiten Abschnitts bei gleich drei Ausschlüssen der Fuggerstädter den Adlern eine doppelte Überzahl, während der die Vorentscheidung verpasst wurde. "Das haben wir nicht gut ausgespielt, aber wichtig war, dass wir den Faden nicht verloren haben", freute sich Trainer Pavel Gross über das schnelle 3:0 im nächsten Powerplay durch das sechste Saisontor von Markus Eisenschmid (43.).

Die allerletzten Zweifel am achten Sieg in Folge waren beseitigt und die als defensivstark bekannten Panther (1,9 Gegentore im Oktober, neun Siege aus elf Spielen) erlegt. Ein Lattentreffer des starken 17-jährigen Moritz Seider und weitere Hochkaräter auf der Kelle von Plachta, Katic und Festerling hätten die Statistik für die Gäste vor und nach dem 4:0 durch David Wolf (54.) fast noch mehr vermasselt.

Auch die als "Provokation" anzusehende Maßnahme von AEV-Coach Mike Stewart, bei einem Vier-Tore-Rückstand und eigenem Powerplay noch den Torhüter vom Eis zu nehmen, beantworteten die Adler auf ihre Weise. Sie blockten gegen sechs Angreifer in den letzten zwei Minuten mit Energie und Willen reihenweise die Schüsse und ermöglichtem dem gefeierten Dennis Endras damit den zweiten "Shutout" dieser Spielzeit. Die Pause bis Samstag, wenn Pavel Gross die verbliebenen Cracks - sieben Nationalspieler reisen zum Deutschland-Cup - wieder zum Training erwartet, hat sich das Team verdient.

 
Druckversion Druckversion | Sitemap
© Rosemarie Brenner